Burnout schon im Job vorbeugen

Menschen mit psychischen Belastungen muss nach Ansicht von Experten deutlich früher als bisher geholfen werden.

Jeder vierte Mensch in Deutschland erkranke binnen eines Jahres an Depressionen, Ängsten oder körperlichen Beschwerden ohne Befund – und viele müssten Monate auf Hilfe warten.

Vor allem am Arbeitsplatz nehmen die Probleme zu, warnen Experten der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM).

Sie sehen wachsenden Bedarf vor allem in der ambulanten Versorgung. Fachärzte, Betriebe und Kassen müssten dazu enger zusammenarbeiten. Allerdings, die langen Wartezeiten für einen Termin und anschließende Behandlung sind ins unerträgliche gestiegen.

Abhilfe schaffen hier die gut ausgebildeten Heilpraktiker für Psychotherapie. In Deutschland sind sie, nach amtsärztlicher Überprüfung, staatlich zugelassen, zu diagnostizieren und zu therapieren. Häufigster Knackpunkt, warum deren Leistung nicht in Anspruch genommen wird, sind die Kosten, die der Betroffenen in aller Regel aus eigener Tasche zu zahlen hat.

Unser insbesondere deutsches „Versicherungsdenken“ ist hier kontroproduktiv. Welche erweiterten Therapieangebote von Heilpraktikern (Psychotherapie) in Anspruch genommen werden können lesen Sie hier.

Frühzeitig, am besten bereits am Arbeitsplatz, sollten Betroffene Beratung und Hilfe bekommen, forderten die Experten der DGPM. Auch Vertreter von Krankenkassen und Unternehmen unterstützten dies.

Professor Harald Gündel (Uniklinik Ulm) berichtet von erfolgreichen Erfahrungen mit psychosomatischen Sprechstunden in Betrieben. Wie der erste Schritt erfolgen kann lesen Sie hier.

Wartezeiten schrecken ab

„Nur 7,5 Prozent der Ratsuchenden erhielten keine Diagnose, bei den übrigen entsprach das Diagnosespektrum dem einer psychosomatischen Ambulanz. Dazu gehören affektive Störungen, Angst- und Anpassungsstörungen.“

Bei der Hälfte der Betroffenen hatten die psychischen Belastungen vor allem arbeitsbezogene Ursachen. Auf die Beratungsgespräche folgte bei Bedarf eine Kurzzeittherapie mit zehn Sitzungen.

Positiv wird bewertet, dass die Intervention auf diese Weise so früh einsetzen können, dass die Beschwerden noch nicht chronisch sind und dass sich mit 75 Prozent auch überdurchschnittlich viele Männer Hilfe suchen.

Die oft monatelangen Wartezeiten bei niedergelassenen Therapeuten hingegen schreckten viele Betroffene ab, sich dort Hilfe zu holen. Auch sei das Angebot für Laien häufig kaum überschaubar.

„Lange Wartezeiten verschlimmern die Erkrankung. Die Sprechstunde im Betrieb ist ein geeignetes Modell für eine bessere Erreichbarkeit psychotherapeutischer Hilfe“, sagte DGPM-Vorsitzender Professor Wolfgang Senf von der Uniklinik Duisburg/Essen.

Falls Sie jetzt direkt die Möglichkeiten wirklich zeitnaher Hilfe abklären wollen, dann lesen Sie hier weiter.

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