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Zuversicht … her damit!

Sie sind gut ins neue Jahr gestartet?

Prima, dann wünsche ich Ihnen weiterhin die positiven Aspekte der Zuversicht zu beherzigen (s. vorheriger Beitrag Zuversicht … nicht mit mir!). Falls Sie eher zu den Pessimisten gehören und Sie das neue Jahr skeptisch sehen, dann habe ich jetzt die passenden Hinweise für Sie, denn Zuversicht kann man lernen. Also, her damit!

Übrigens, wer nicht lesen will, kann zuhören (Podcast) und zusehen (VLog / YouTube).

Zuversicht ist der stärkste Antrieb …

… ein Vorhaben gelingen zu lassen oder Probleme zu bewältigen. Jetzt sind wir aber nicht alle mit genügend Optimismus gesegnet, sondern viele Menschen haben eher eine pessimistische Grundeinstellung. Gerade wir Bundesrepublikaner mit unserem JA-ABER-DENKEN dürfen uns getrost dazu rechnen. Wenn allerdings Zuversicht fraglos mit Optimismus gleich gesetzt wird, dann sind wir ebenfalls auf dem Holzweg. Der unrealistische Blick durch die rosarote Brille ist konterproduktiv.

Wir dürfen uns glücklich schätzen in einer Zeit zu leben, in der der Psyche eine längst überfällige Aufmerksamkeit zuteilwird. Zu keiner Zeit zuvor wurden so viele neue Erkenntnisse gewonnen wie heute. Daher kommt auch die durch entsprechende Studien untermauerte Gewissheit, dass Zuversicht unsere Weltanschauung, unseren Fortschritt und Erfolg und unsere körperliche wie seelische Gesundheit nachhaltig positiv beeinflusst.

Sie alle kennen das Beispiel mit dem Wasserglas: Ist es halb voll oder ist es halb leer?

Nun, wie wäre es damit: Das Glas ist doppelt so groß, wie es hätte sein müssen!

Es gibt zahleiche Belege, dass die Zuversichtlichen und Optimisten sich selbst und anderen mehr Nutzen bringen als die Pessimisten, auch wenn letztere (zumindest in unseren Breitengraden) eher als realistisch, kritisch und seriös eingeschätzt werden.

Es gibt viele Beispiele von Menschen, die aussichtslose Schicksalsschläge leichter und besser überwunden haben, den Lebensmut nicht verloren haben, sich und andere mit Zuversicht gerettet haben. Unumstritten ist auch der positive gesundheitliche Aspekt: Das Immunsystem funktioniert bei Optimisten besser, die Selbstheilungsprozesse werden mehr angestoßen, Schmerzen sind geringer, die Erholungsphasen sind kürzer. Mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen, durch die Gabe von Placebos und Nocebos.

Und eines können Sie sicherlich selbst an sich und im Bekanntenkreis nachvollziehen: Zuversichtliche Menschen haben eine positive Ausstrahlung. Sie haben in aller Regel eher Kontakt zu ihren Mitmenschen, sie haben ein größeres Netzwerk und mehr soziale Bindungen als Pessimisten. Sehen wir mal von den Spaßmachern und Clowns ab, die ganz belustigend sein können, trotz pessimistischer Weltanschauung.

Ein Tagträumer …

… ist der zuversichtliche Optimist keinesfalls. Er blendet die Schattenseiten des Lebens nicht aus. Im Gegenteil, er ist sich der Risiken bewusst, nur bewertet er sie unvoreingenommen und realistisch. In der jeweiligen Situation konzentriert er sich auf den guten Ausgang und das Gelingen.

Gerade in der Psychotherapie ist es mittlerweile beispielhaft, wie die Fokussierung auf das Positive, auf das Erfolgreiche, auf das was schon gut funktioniert (Resilienz) und auf das was verstärkt werden kann (Ressourcen) zu einem starken Selbstwertgefühl und größerer Zufriedenheit beitragen. Ein Mensch mit Zuversicht bleibt handlungsfähig und entwickelt mutiges konsequentes Machen.

Selbstvertrauen und Vertrauen in Andere hat auch viel mit der Lebensanschauung zu tun. Der Zuversichtliche macht und tut, weil er weiß, dass er etwas bewirken kann. Das ist eine Art von sich selbst erfüllender Prophezeiung, die gut funktioniert.

Zuversicht. So kann´s gehen!

Zu 30 % sagt die Wissenschaft sei die Zuversicht genetisch, also durch Vererbung im Charakter verankert. 70 % Zuversicht erlangen wir durch positive Erfahrungen und entsprechendes Verhalten in ähnlichen Situationen sowie ganz profan durch bewusstes Entscheiden zum Positiven.

Jeder Mensch hat die Wahl, Dinge positiv oder negativ zu betrachten: Ob man mit Hoffnung und Zuversicht oder mit Angst, Selbstzweifel und Resignation an eine Sache herangeht. Positiv konditionierte Menschen beschönigen nichts oder verdrängen etwas. Nein, – sie gehen konstruktiv und lösungsorientiert vor. Eine optimistische Grundhaltung fokussiert nicht auf das Problem oder auf das was alles schief gehen kann.

Krisen, Probleme, Schwierigkeiten werden als das angesehen was sie sind, nämlich zeitlich begrenzte vorrübergehende Umstände, die momentan volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Sie sind nicht dauerhaft, auch nicht typisch oder wiederkehrend.

Erinnern Sie sich an Ihre Erfolge!

Aus Fehlern kann man lernen. Ganz weise ist es sogar, wenn man aus den Fehlern anderer etwas lernt. Wenn Ihnen also ein Desaster passiert ist, bewahren Sie Ruhe, bringen Sie Ihre Emotionen unter Kontrolle, analysieren Sie was, wie und wodurch ist es passiert. Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie es auf: Wieso, weshalb, warum.  Dazu notieren Sie sich die möglichen Alternativen, aus heutiger Sicht.

Aus Erfolgen zu lernen kommt oft zu kurz. Dabei sind unsere Erfolge von uns gemacht. Vergewissern Sie sich Ihrer Erfolge, – gerne auch auf einem Blatt Papier. Was hat sich daraus entwickelt? Meistens folgen aus einem besonders positiven Erlebnis weitere positive Dinge.  Leider bemerken wir solche nicht so deutlich, weil wir sie für nichts Besonderes halten.

Wenn Sie einen Erfolg zu verbuchen haben, dann sprechen Sie darüber. Mindestens mit sich selbst. Besser noch mit anderen. Es ist keine Schande auf Erfolgreiches stolz zu sein. Das kommt bei anderen nur dann als Angeberei rüber, wenn nur Sie es durch Ihre rosarote Brille so erlebt haben. Also kein Anglerlatein, kein Jägerlatein reden und kein Seemannsgarn spinnen.

Vorbilder sind wie Hefe

Wissen Sie warum Japan, Südkorea, China technologisch erfolgreich geworden sind? Nicht weil sie nur kopiert haben was die westlichen Industrieländer fabriziert haben, sondern weil sie aus unseren Fehlern und Irrtümern die richtigen Schlüsse gezogen haben. So konnten sie es besser machen und uns in vielen Punkten davonlaufen.

Schauen Sie einmal wer oder was Ihnen in Ihrem Umfeld als Vorbild, als Vorlage nützlich sein kann. Das hilft sich zu orientieren, es gibt Sicherheit und motiviert zugleich Unbekanntes und Unerprobtes anzupacken. Ergänzen Sie das was gut ist mit Ihren Ideen und Wunschvorstellungen. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die Verbesserungen vor. Dieses soziale vom anderen Lernen verbinden Sie mit Ihren Erfahrungen. Daraus ergibt sich mentale Stärke und Zuversicht.

Meiden Sie Nörgler und Miesmacher

Seien Sie offen für Kritik und für die Beiträge anders Denkender. Entwickeln Sie ein Gespür für Nützliches, also für das was Sie weiterbringt. Halten Sie Geist und Ohren offen für Argumente, die auf Erfolg und Gelingen ausgerichtet sind.

Aber gehen Sie den dauernden Meckerern und den Unzufriedenen aus dem Weg. Ignorieren Sie diese notorisch negativen Menschen. Nutzen Sie Ihre Intuition, vertrauen Sie Ihrem „Bauchgefühl“, ob Ihnen Ihr Gegenüber guttut oder ob Ihre Stimmung ins Negative abrutscht. Falls Sie der Situation nicht entfliehen können, dann ziehen Sie gedanklich eine durchsichtige Schutzwand hoch. 5 cm dickes Glas sollte reichen . So kann das Nörglerische Sie emotional nicht mehr erreichen.

Bitte, probieren Sie es aus. Es funktioniert. Schon allein das Gefühl, emotional nicht runtergezogen zu werden, von der Negativ-Person nicht berührt zu werden, gibt Ihnen einen herrlichen Positiv-Kick.

Fazit

Sie entscheiden, ob Ihre Lebensanschauung realistisch optimistisch auf Zuversicht ausgerichtet ist. Entscheiden Sie sich und handeln Sie danach. Seien Sie aktiv und konsequent positiv eingenordet.

Gemäß dem Motto: Es gibt nichts Gutes: Außer man tut es (Kästner).

 

Im nächsten INFO-Brief geht es um Verlustangst und wie es dazu kommt. Ein Thema das 65 % der Bevölkerung umtreibt, sogar schon die Kinder.

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