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Nicht alles persönlich nehmen!

(Wer nicht lesen will kann hören Audio/Podcast oder sehen VLog/YouTube.)

Gehen Ihnen viele Äußerungen anderer Menschen unter die Haut? Oder fühlen Sie sich schnell angegriffen und verletzt? Dann könnten Sie die 6 Hinweise, die ich für Sie zusammengestellt habe, nützlich finden und zum Nachdenken anregen.

Es kommt häufig vor, dass man Bemerkungen und Kommentare anderer allzu persönlich nimmt. Schnell ist man gekränkt, beleidigt oder auch gedemütigt. Mit etwas Übung kann man gelassener werden und der vermeintlichen Hilflosigkeit entgehen.

  1. Zunächst mal tief durchatmen

Wenn Ihnen jemand „blöd kommt“, dann schauen Sie durch die Person hindurch oder an der Person vorbei in die Ferne. Konzentrieren Sie sich bewusst auf Ihren Atem. Denken Sie und sprechen Sie langsam in Gedanken in sich hinein „Mein Atem“. Bei MEIN holen Sie langsam Luft und bei ATEM stoßen Sie die Luft noch langsamer als beim Einatmen aus.

Machen Sie das ohne Anstrengung und ohne Anspannung 3- bis 4-mal nacheinander. Bleiben Sie konzentriert und sprechen Sie in Gedanken „Mein Atem“ zu sich. Dadurch nehmen Sie sich eine Auszeit und Abstand zu dem, was Sie zuvor noch angegangen ist. Ihr bewusstes Atmen ist jetzt bedeutender als der Ärger. Sie werden automatisch ruhiger. Probieren Sie es bei nächster Gelegenheit aus. Die 15 Sekunden sollten Sie sich gönnen für mehr Gelassenheit.

  1. Die Situation klären

Die Möglichkeit, dass man etwas in Worte hinein interpretiert ist ziemlich groß. Das kommt häufig auf unsere eigene Tagesverfassung an. Man bekommt etwas in den falschen Hals. Der andere hat das Gesagte gar nicht so gemeint, wie es von uns aufgenommen wurde.

Klären Sie die Situation. Fragen Sie höflich und verbindlich: „Habe ich Sie gerade richtig verstanden, dass Sie dies und das damit sagen wollten?“ Oder, noch einfacher: „Was meinen Sie damit?“

Teilen Sie dem vermeintlichen ‚Angreifer‘ mit, wie Sie sich gerade bei dem Gesagten fühlen. Eventuell ist ihm nicht bewusst, was seine Worte bei Ihnen auslösen.

  1. Hat das Gesagte überhaupt etwas mit Ihnen zu tun?

Haben Sie sich schon einmal dabei erwischt, dass Sie Ihre schlechte Laune an jemand anderen ausgelassen haben? Und genau das kann ja gerade mit Ihnen passieren, – nur anders herum. Der Miesmacher steht Ihnen gegenüber und lässt gerade bei Ihnen Dampf ab.

Er ist momentan oder auch schon seit längerem in schlechter psychischer Verfassung und teilt gerade verbal aus. Diesmal trifft es Sie. Also, denken Sie kurz nach, ob das Gesagte überhaupt etwas mit Ihnen zu tun? Teilen Sie dem Miesmacher mit, dass Sie sich bezüglich der Kritik nicht angesprochen fühlen. Zuvor kurzes Durchatmen ist hier ebenfalls beruhigend.

  1. Reden Sie mit jemand anderem über die Angelegenheit

Viele Menschen drehen mit Ihren seelischen Schmerzen mehrere Runden auf dem Grübelei-Karussell. In Gedanken gehen sie die Sache immer wieder durch und wiederholen damit jedes Mal die ungute Gefühlslage. Leider gilt auch bei der Gedankenwiederholung, dass sich die miesen Gefühle durch intensives ‚Training‘ verfestigen. Das Verletzt-sein und das Gekränkt-sein findet durch die immer gleichen Gedankengänge seine Bestätigung.

Sprechen Sie mit jemand anderem über die Angelegenheit. Meistens ergeben sich dabei andere Aspekte. Auf jeden Fall tut das Reden gut. Vielleicht fragt der andere hier und da auch nach, wie dieses und jenes zu verstehen sei. Allein dadurch kommen schon andere Gedanken zustande.

Wenn der Zuhörer auch nicht direkt eine Hilfe ist, so wirkt das Darübersprechen aber auf jeden Fall entlastend und schafft Distanz zum Geschehen.

  1. Kann das wahr sein?

Fehler und Schwächen einzugestehen erfordert Mut. Und es erfordert die Bereitschaft, sich mit dem Gesagten auseinanderzusetzen. Allerdings bietet es auch die Chance, sich weiterzuentwickeln und sich bzw. sein Verhalten zu verbessern. Stellen Sie sich gedanklich neben sich. Schauen Sie sich aus anderer Perspektive zu und fragen Sie sich: „Bin ich wirklich so? Verhalte ich mich tatsächlich so und so? Bin ICH das?

Falls ja, dann haben Sie den ersten wichtigsten Schritt gemacht, Sie beginnen sich und die Situation ins rechte Licht zu rücken und die Sache zu überdenken.

Falls nein, dann ignorieren Sie freundlich aber bestimmt das Gesagte, haken es ab und geben dem ‚Ankläger‘ eventuelle noch den Hinweis: „Das geht mich nichts an.“

  1. Selbstwertgefühl stärken

Wie ich schon mehrfach ausgeführt habe ( s. a. Blog / Podcast / YouTube ), ist die Stärkung des Selbstwertgefühls der wichtigste Hinweis, wie Sie davon kommen, alles persönlich zu nehmen.

Je selbstwertiger / sich-seiner-selbst-Wert-sein und je selbstsicherer / sich-seiner-selbst-sicher-sein Sie sind, desto weniger gehen Ihnen kritische Worte oder Vorwürfe Ihrer Mitmenschen unter die Haut.

Fazit:

Nicht alles persönlich nehmen gelingt am besten, wenn Sie zunächst mal durchatmen; nachfassen, wie was gemeint sei; checken ob das mit Ihnen zu tun hat; sich anderen mitteilen, davon erzählen; mutig die Frage zulassen, ob Sie wirklich so sind. Und schließlich, stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl. Mit einem großen Selbstwertgefühl kann man viele Lebenssituationen sehr gut meistern.

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