Wir schlafen heute schlechter als früher ? ! ? !

Stress und Aufgeregtheit nehmen wir heute mit ins Bett und das bedroht unseren gesunden Schlaf. Alles muss erlebt und gelebt werden. Bloß nichts verpassen. Die wache Zeit ist knapp und damit gerät auch der Schlaf unter Druck. Alltägliche Aktivitäten dehnen sich weiter aus, bis in die Nacht. Die allzeit bereite 24/7-Gesellschaft spiegelt sich in den Schlafzimmern wider.

Wir können nicht einschlafen, wir schlafen unruhig, wir wachen auf und können nicht wieder einschlafen. Gedanken kreisen um den morgigen Tag, was muss alles erledigt werden, welche Leistung wird von mir erwartet. Was könnten die Konsequenten sein, wenn ich versage, usw.

Wenig Schlaf ist hip.

Mit der Industrialisierung musste alles produktiver und effizienter werden. Schlaf ist insofern ein Störfaktor, nutzlos und ohne Mehrwert. Wenig schlafen ist hip und gilt als Beweis für besondere Leistungsfähigkeit.

In unserer Leistungsgesellschaft leben die Menschen nicht im Einklang mit dem eigenen biologischen Rhythmus. Die meisten Menschen sind vom Schlaftypus ´Eule´, also abends lange leistungsfähig und wach. Im Gegensatz zum Typ ´Lerche´, die früh morgens aktiv und voller Leistungsdrang ist. Die Eulen arbeiten gegen ihren Rhythmus und häufen im Wochenverlauf ein Schlafdefizit an. Sie müssen früh zur Arbeit oder zur Schule und kommen zum Leistungshoch nach Hause, sind dort wach bis in die späte Nacht hinein.

Seit Jahren steigen die Schlafprobleme.

Insgesamt scheinen wir eher schlechter zu schlafen, wie der aktuelle DAK-Report 2017 aufzeigt:
80 % der Erwerbstätigen leiden unter Schlafproblemen. Dazu gehören auch die Hausfrauen und –väter, die ihre Lieben morgens versorgen und betüddeln.
In den vergangenen 7 Jahren haben die Einschlaf- und Durchschlaf-Geplagten einen Zuwachs von 66 %.
Schwere, behandlungsnotwendige Schlafstörungen sind um 60 % gestiegen.

Aber, was sind die Gründe?

An erster Stelle stehen Termin- und Leistungsdruck, egal ob fremdbestimmt oder freiwillig. Pausen, die freiwillig nicht genommen werden. Überstunden und Mehrarbeit. Ständige Erreichbarkeit. Aber auch Angst um Beschäftigung und Arbeitsplatz.

Ein weiteres ist die Angewohnheit, unmittelbar vor dem zu Bett gehen fernzusehen oder bei eigeschaltetem Fernseher schlafen zu wollen. Alternativ wird das Laptop oder das Smartphone mit ins Bett genommen. Zudem werden Apps down geloaded anhand derer der perfekte Schlaf und sanftes Aufwachen realisiert werden sollen.

Alles Maßnahmen und Verhaltensweisen, die eher zu einer zwanghaften und stressvollen Beschäftigung mit dem Thema Einschlafen und Durchschlafen führen, als dass sie gesund und erholsam sind.

Und was sollen wir jetzt machen?

Das lesen Sie in meinem nächsten INFO-Brief: „Kultivierter Schlaf und Schlafkultur“.

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